Geschichte des Archivs

Die Geschichte des Zentralarchivs der Plzeňský Prazdroj AG verlief nicht sehr gradlinig. Das Zentralarchiv ist der Nachfolger der Archive des Bürgerlichen Bräuhauses in Pilsen und der Ersten Pilsner Aktienbrauerei, die bis 1945 bestanden. In den ersten zehn Nachkriegsjahren wurde der archivarischen Tätigkeit nicht die entsprechende Aufmerksamkeit gewidmet. Erst 1956 richtete der damalige Direktor des staatseigenen Betriebs Westböhmische Brauereien aufgrund der Verordnung Nr. 153 des Innenministeriums ein Betriebsarchiv ein, das jedoch seine Tätigkeit de facto erst 1958 aufnahm. Seitdem werden hier Schriftdokumente aller Pilsener sowie der westböhmischen Brauereien gesammelt, die bis 1958 zum staatseigenen Betrieb Pilsner Brauereien in Pilsen und schließlich – bis zum Jahr 1992 – zum Konzern Westböhmische Brauereien Pilsen gehört hatten. Gegenwärtig werden hier die Dokumente des Unternehmens Plzeňský Prazdroj AG archiviert.

Im Jahr 2009 wurde dem Zentralarchiv das sog. Technische Archiv angegliedert. Es umfasst ungefähr 210 laufende Meter technische Dokumentationen zu allen Gebäuden und technischen Anlagen der heutigen Aktiengesellschaft Plzeňský Prazdroj. Die ältesten Baupläne von Gebäuden bzw. Konstruktionspläne maschineller Anlagen stammen aus den 80er Jahren des 19. Jh.

Zum Archiv gehört eine umfangreiche Registratur, hier werden Dokumente der Gruppe S – vor allem Unterlagen der Buchhaltung – aller Abteilungen der Aktiengesellschaft archiviert. Die Schriftstücke im Umfang von ca. 6500 laufenden Metern sind in zwei Räumen untergebracht – im Gebäude am Wasserturm und im sog. Kaiserbau.

Personelle Besetzung

Die Archivarbeit – die Sammlung, Ordnung und Aufbewahrung der Dokumente, die Bestandserhaltung sowie Recherchen – liegt in den Händen einer Facharchivarin, der Archivleiterin. Eine Mitarbeiterin ist für die Registratur zuständig. Das Archiv ist unternehmensorganisatorisch in die Abteilung Tradition und Besucherwesen (T&B) eingegliedert.

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